LEBENS-Schatzkiste Nr. 28 "Umgang mit Ängsten-praxiserprobt"

Aktualisiert: 4. Nov. 2020


Die gute Nachricht ist, man kann den Umgang mit Ängsten er-lernen. Ängste zu eliminieren ist nicht in unserer Natur vorgesehen, auch wenn sich das manche Menschen wünschen. Ängste sind in uns angelegt, da die meisten von Ihnen einen Sinn haben. Es geht um einen praktischen Zugang zu diesem Thema, da es ohnehin viele Ratgeber dazu gibt.

Aus der praktischen Erfahrung heraus, kann man Ängste in zwei Gruppen einteilen – lebens(be)schützende und lebensbehindernde. Der Sinn der lebens(be)schützenden Ängste ist, das Leben zu erhalten. Man(n) steht zB an einem Platz  vor einer steil abfallenden Klippe. Ein Signal wird im Körper freigesetzt – Achtung das Leben ist in Gefahr. Diese Angst möchte uns vor äußerlichen Gefahren schützen. Diese Ängste gehen auch schnell wieder, wenn man sich von der äußerlichen Gefahrenquelle entfernt.

Die lebensbehindernden Ängste sind oft Sorgen die sich schleichend um unser Herz legen. Viele werden über unsere Medien unbewusst transportiert, da mit negativen Botschaften die Aufmerksamkeit gewonnen wird. Manche dieser Nachrichten schlagen sich unbewusst auf unser Gemüt und trüben unsere Stimmung. Viele Menschen haben einen Schutzmechanismus, der mit Ablenkung die Ängste kurzfristig vertreibt. Wenn keine akuten Bedrohungen von außen vorherrschen, sondern sich Ängste in unserem Kopfkino breitmachen, hilft es diese in einer ruhigen Minute anzuschauen oder aufzuschreiben. Ob ich mich auf einem Sessel an einem ungestörten Ort oder bewusst in der Meditation die Ängste auftauchen lasse ist nicht entscheidend. Der Punkt ist, dass unsere Ängste bewusst angeschaut werden wollen. Sie sind ein Teil von uns. Manche Ängste werden bei genauerem „Hinschauen“ entlarvt, da sie oft durch Konstrukte in unserem Hirn erschaffen und durch apokalyptischen Phantasien verstärkt werden. Daher die Einladung, von Zeit zu Zeit in ruhiger Umgebung die Ängste zu beobachten, die Verstrickungen in unserem Kopf aufzulösen und Ihnen die Dominanz in unserem Leben zu nehmen, damit sich wieder mehr Lebendigkeit in uns breit macht.


Herz-liche Grüße

Hermann

www.lebensmentor.com

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