LEBENS-Schatzkiste Nr. 30 "Fehler dürfen passieren“ - praxiserprobt

Aktualisiert: 4. Nov. 2020


Manche Menschen hadern, da sie in der Vergangenheit einen großen Fehler gemacht haben. Sie können sich das nicht verzeihen und der Gedanke an den Fehler lähmt sie. Sie lehnen sich selbst ab, kommen aus dem Grübeln nicht heraus und es raubt Ihnen die Energie. Natürlich tut es weh, wenn wir an einen Fehler denken, den wir gemacht haben. Doch zusätzlich verurteilen wir uns und schwächen uns damit selbst. Der Fehler beherrscht uns. Es ist auch nicht leicht sich selbst zu vergeben, den ein möglicherweise überhöhtes Selbstbild wurde zerstört. Leider gibt es in unseren Breitengraden keine Kultur des „Fehlermachens“. Wir sind von Kindheit an dazu getrimmt, dass wir weitgehend perfekt durchs Leben schreiten sollen. Wir bauen uns eine Scheinwelt auf, in der wir leben. Wir haben nicht gelernt Fehler machen zu dürfen, sie uns selbst zu vergeben und ehrlich privat so wie in der Geschäftswelt dazu zu stehen. Doch nur wer sich selbst vergeben kann, sich selbst verzeihen kann, wird die ursprüngliche in ihm angelegte Lebensenergie zurückgewinnen. Viele werden vor der Vergebung abgehalten, da sie die fehlende Unterscheidung zwischen Vergeben und Versöhnen nicht beachten. Wenn ich mich versöhne, handelt es sich um ein zwischenmenschliches Geschehen (zwischen mir und einem anderen). Hingegen meint Vergeben, dass ich zugefügte Kränkungen innerlich verarbeite. Wenn wir uns selbst Fehler vergeben können, kann eine neue Würde und neue Werte daraus entstehen. Wir erkennen außerdem, dass kein Mitmensch frei von Fehler ist und beginnen ein neues Verständnis für uns und unsere Umwelt zu erlangen.

Herz-liche Grüße! Hermann

@ Buchempfehlung: „Die Kraft des Vergebens“ von Melanie Wolfers.

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