LEBENS-Schatzkiste Nr. 20 "Umgang mit Ohnmacht und Hilflosigkeit" - praxiserprobt

Aktualisiert: 26. Juli 2020


Manchmal überrascht uns das Leben, wie mit der Corona-Pandemie, eine lebensbedrohliche Diagnose durch einen Arzt, oder die Trennung von einem geliebten Menschen und wirft uns aus dem gewohnten Rhythmus des Alltags hinaus.

Es helfen in der erste Phase keine guten Ratschläge der Mitmenschen. Wir haben das Gefühl die Welt bzw. das Leben richten sich gegen uns. Ein Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit macht sich in unserem Inneren breit. Der erste Reflex ist, dieses Gefühl so rasch es geht wieder abzulegen oder „wegzumachen“. Es ist unangenehm.

Bevor ich überhaupt eine Veränderung bewirken kann, muss ich die Situation und das Gefühl annehmen, so wie es in diesem Augenblick ist.

Kein Gedanke an die Zukunft oder in die Vergangenheit. Ein Rückzug an einen stillen Ort, ein Spaziergang alleine öffnet den Weg ins Innere. Ich kann überlegen, ob ich aus eigener Kraft die Situation verändern kann oder ich einen anderen Menschen oder „Gott“ (= ursprünglichster Ausdruck des Lebens) um Unterstützung bitte. Eine Bitte aus tiefsten Herzen wird immer erhört.

Doch dazu braucht es ein offenes Herz um das Bedürfnis zu vermitteln - auch beim Empfänger - damit es angenommen werden kann.

Mit dieser Mit-teilung teile ich das Leid und schwere Lebensprüfungen werden er-träg-licher. Auch wird die Einsicht wieder bewusst in die Mitte gerückt, nicht alles im Leben selbst lösen zu müssen und die Erkenntnis, dass wir Menschen miteinander verbunden sind.


Hermann Wiesinger MBA

Igelweg 6a, 4030 Linz;

Tel.: 0676-6677302

hermann.wiesinger@aon.at

23 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Es gibt manches Mal Zeiten in denen unaufhörlich Fragen im Kopf auftauchen: Wie lebt es sich, wenn man anders ist? Welchen Sinn hat es, sich ein Leben lang mit Fragen zu quälen? Lebt es sich besser mi

Wenn wir von Verdauung sprechen, lesen oder hören, denken wir zuerst an unseren Körper. Unser Körper verarbeitet die Nahrung von ganz alleine ohne unser bewusstes Zutun. Wie hinreichend erforscht und